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Wie Schatten

Sie sind wie Schat­ten an den Wän­den
Ohne Gesicht mit stil­len Hän­den
Hören sie doch jedes Wort
Grei­fen ein mal hier mal dort

Tau­schen mal Regie­run­gen aus
Schlep­pen Leut’ dem Lan­de raus
Dür­fen alles — haben viel Geld
Nen­nen sich das Gute in der Welt

Schwei­gen muss er die­ser Tor
Hal­ten ihm vors Gesicht das Rohr
Wol­len ihn zum Schwei­gen brin­gen
Mit Fol­ter wird es wohl gelin­gen

Kei­ner kennt den ande­ren dort
Ver­stän­di­gen sich schwei­gend, hal­ten Wort
Her­vor­ge­gan­gen aus dem kal­ten Krie­ge
Fei­ern sie noch heu­te ihre Sie­ge

Sie sind die Unsicht­ba­ren der Natio­nen
Laut­los beein­flus­sen sie Mil­lio­nen
Gehei­me Akten, pss­st — gehei­mes Geld
Sie sind die wah­ren Herr­scher in der Welt

Schwei­gen muss er die­ser Tor
Hal­ten ihm vors Gesicht das Rohr
Wol­len ihn zum Schwei­gen brin­gen
Mit Fol­ter wird es wohl gelin­gen

Welt­weit zie­hen sie ihre Krei­se
Schi­cken Dik­ta­to­ren auf die Rei­se
Und zwar die ohne Wie­der­kehr
Als Geheim­dienst­ler ist das nicht schwer

Sie wis­sen mit des Wis­sens List
Dass Schwei­gen drü­ber Macht auch ist
So kön­nen sie auch Ver­bot­nes tun
Solan­ge sie dar­über Ruhn

Schwei­gen muss er die­ser Tor
Hal­ten ihm vors Gesicht das Rohr
Wol­len ihn zum Schwei­gen brin­gen
Mit Fol­ter wird es wohl gelin­gen

Der gehei­men Diens­te alte Jün­ger
Sind des neu­en Krie­ges guter Dün­ger
In gro­ßen Städ­ten zei­gen sie dann
Was man von den Diens­ten ler­nen kann
So bau­en sie Bom­ben in die Gas­sen
Weil sie all die Men­schen has­sen

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letzte Änderung: 03.05.2000, 19:12 Uhr