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Prag: Impressionen meines 6-Tage-Trips

Donnerstag, 26. März

Da erfolg­te die Anrei­se mit Fern­bus von Erfurt über Dres­den nach Prag. Ca. 18 Uhr war ich dort. Prag begrüß­te mich mit Regen und der bereits ein­set­zen­den Däm­me­rung. Nach einer drei­vier­tel Stun­de kam ich am Hostel »Mosaic Hou­se« an und konn­te ein­che­cken. Ein Vor­hän­ge­schloss habe ich mir an der Rezep­ti­on noch besorgt und dann alles Wich­ti­ge und Sper­ri­ge im Schub­kas­ten unter dem Bett im 4-Bett-Schlafraum ver­staut.

Dann ging ich noch­mal kurz zur Mol­d­au und in Prags schö­ne Alt­stadt. Dabei ent­deck­te ich ein schö­nes Lokal mit Live-Musik und lecke­ren Chi­ckenwings und kehr­te dana­ch noch ins Hardrock-Café ein.

 

Freitag, 27. März

Nach dem Früh­stück in der Lob­by des Hos­tels ging ich bei Tages­licht zum Wen­zels­platz, wo gera­de Oster­markt statt fand und kauf­te auch das ein oder ande­re Sou­ve­nir. Immer wie­der beein­dru­ckend ist die berühm­te Uhr an dem Kirch­turm, die zu jeder vol­len Stun­de die Auf­merk­sam­keit vie­ler hun­dert Pas­san­ten erregt. Das mecha­ni­sche Schau­spiel ist wirk­li­ch ein­zig­ar­tig. Wei­ter­hin ent­deck­te ich eine beein­dru­cken­de, beweg­li­che Büs­te von Franz Kaf­ka und noch vie­le wei­te­re Moti­ve, die man mit Licht, Spie­geln und Mus­tern über­schrei­ben könn­te.

 

Beson­ders beein­druckt hat mich bei die­ser beweg­li­chen Büs­te ers­tens die­se laut­lo­se Bewe­gung und zwei­tens die sich erge­ben­den Licht­spie­le selbst bei mini­mals­ter Bewe­gung.

Am Nach­mit­tag ent­deck­te ich ein Muse­um, was sich mit der Geschich­te von Sex­spiel­zeug, Pier­cings, ent­spre­chen­den Gerät­schaf­ten sowie Por­nos aus den 1920er Jah­ren beschäf­tig­te. Das ist echt zu emp­feh­len und sehr inter­es­sant.

Gegen Abend traf ich mei­ne Freun­de vom Ver­ein ANNAKRAM, wel­che für den mor­gi­gen Prag Halb­ma­ra­thon ange­reist sind. Sie schlie­fen im sel­ben Haus wie ich, aller­dings in ande­ren Appar­te­ments. Jeden­falls gabs noch ein zünf­ti­ges gemein­sa­mes Abend­brot in einem nahe­ge­le­ge­nen Restau­rant.

 

 

Samstag, 28. März

Am drit­ten Tag mei­nes Auf­ent­hal­tes war die Stadt im Aus­nah­me­zu­stand: über 10.000 Läu­fer absol­vier­ten eine der schöns­ten Halb­ma­ra­thon­stre­cken, die es in Euro­pa gibt. Vor­bei an den wich­tigs­ten tou­ris­ti­sch rele­van­ten Sehens­wür­dig­kei­ten ver­lief die Run­de über ins­ge­samt 21,3 Kilo­me­ter. Dazu wur­den etli­che Stra­ßen und Zugän­ge gesperrt, tau­sen­de Zuschau­er säum­ten die Wege und feu­er­ten die Sport­ler an. Mit­ten­drin und extra zum Lauf aus Erfurt ange­reist: Unse­re vier ANNAKRAM-Läufer Tors­ten Kraus­haar, André Beck, Micha­el Mie­th und Sigurd Rei­sen­er mit ihrer jewei­li­gen bes­se­ren Hälf­te zur Pfle­ge dana­ch. Ich mach­te wäh­rend des Lau­fes Fotos von die­ser Groß­ver­an­stal­tung und ver­such­te dabei auch unse­re vier Läu­fer auf der Stre­cke zu erwi­schen. Aller­dings gelang mir das nicht durch die Zuschau­er­mas­sen. Jeden­falls haben wir uns am Ziel alle wie­der gefun­den und gin­gen gemein­sam essen. Dana­ch ver­brach­ten wir noch eins, zwei Stünd­chen gemein­sam im Hotel­zim­mer, wo sie unter­ge­bracht waren, um in Sigurd’s Geburts­tag rein­zu­fei­ern.
Mehr zum Lauf und unse­rem Pro­jekt »lau­fend­hel­fen« gibt’s auf der Sei­te des Ver­eins ANNAKRAM e. V.

 

Sonntag, 29. März

Mein Tag begann mit einem aus­gie­bi­gen Früh­stück mit Zim­mer­nach­ba­rin­nen in der Caf­e­ta­ria des Mosaic-Hostels. Das Mosaic Hostel besteht aus zwei Gebäu­den: Das Haupt­ge­bäu­de beinhal­tet die Rezep­ti­on, einen Club, eine Cafe­te­ria und die Hostel-Zimmer, das ande­re die Hotel­zim­mer und -sui­ten. Alles hier ist sehr ori­gi­nell und künst­le­ri­sch ein­ge­rich­tet.

Gegen Mit­tag lief ich in die Stadt Rich­tung Karls­brü­cke. Es war rela­tiv reg­ne­ri­sch und win­dig — eigent­li­ch die gan­zen Tage schon, aber heu­te beson­ders. Jeden­falls habe ich eine Boots­fahrt auf der Mol­d­au mit­ge­macht, bei­de Brü­cken­tür­me bestie­gen, das Karls­brü­cken­mu­se­um besucht, da drin gibt es auch ein schö­nes Café mit einer unter­ir­di­schen Kapel­le, die man besich­ti­gen kann. Abends habe ich mir noch eine Vor­stel­lung im Schwarz­licht­thea­ter ange­se­hen. Davon gibt es kei­ne Fotos.
Ein paar Prag-Impressionen von unter­wegs


Karls­brü­cke von unten: Prag von der Mol­d­au aus


Karls­brü­cke von oben: Aus­sicht von den Brü­cken­tür­men


Karls­brü­cke von innen: Muse­um und Café

 

Montag, 30. März

An mei­nem vor­letz­ten Tag in Prag besuch­te ich das Madame Tussaud’s Wachs­fi­gu­ren­ka­bi­nett, mach­te eine Tour auf den Berg Hradschin zum Pra­ger Schloss hoch und ging dann — wie­der »unten« — in ein Spie­gel­ka­bi­nett. Abends kam ich zufäl­lig noch in den Genuss ein­hei­mi­scher Live­mu­sik bei einer Ver­nis­sa­ge.
Hier wie­der ein paar Unterwegs-Schnappschüsse

Madame Tussaud’s Wachs­fi­gu­ren­ka­bi­nett

Nur ein klei­ner Bruch­teil — das muss man gese­hen haben!

Berg Hradschin mit dem Pra­ger Schloss und dem Veits­dom

Das Pra­ger Schloss ist die welt­größ­te geschlos­se­ne Burg­an­la­ge. Das Innen­are­al ist so gewal­tig, dass ein gan­zer Dom, der Veits­dom oder St.-Veit-Dom, dar­in Platz hat. Lei­der konn­te ich nicht auf den Turm, das war da gera­de geschlos­sen.

Nach den vie­len Trep­pen: Ein lecke­res Schnit­zel im Restau­rant »Goti­ka Kam­pa« — und der Name ist Pro­gramm.

So ein Spie­gel­ka­bi­nett ist schon etwas Fas­zi­nie­ren­des.

Aus­stel­lung und Live-Musik im Literatur-Café

 

Dienstag, 31. März

Am Abrei­se­tag gab es erst ein­mal noch ein aus­gie­bi­ges Früh­stück in der Hostel-Lobby, dana­ch habe ich noch ein paar Impres­sio­nen des Mosaic Hos­tels ein­ge­fan­gen (sie­he 1. Sei­te die­ses Posts). Ja, auch sechs Tage gehen vor­bei. Schön wars! Prag, ich wer­de Dich ver­mis­sen.

Das Wet­ter war sehr durch­wach­sen, am Abrei­se­tag gabs noch­mal eine Kost­pro­be: Inner­halb von nicht mal 10 Minu­ten zog sich der Him­mel zu. Beein­dru­ckend:

ENDE

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letzte Änderung: 06.04.2015, 21:34 Uhr