Bewusst Sein

Dun­kel­heit umgibt mich
Ich höre Stim­men
sie sind nah
nie­mand da
Alles dun­kel
ohne Licht
Ein Geräusch
bin ich das ?

Was für ein Ort
Es ist Dun­kel
Schwarz.
Der Anfang.
Oder das Ende ?
Wo fängt sie an
Wo hört sie auf ?
Ich sehe kein Ende.
Wo bin ich?
Wer bin ich ?
Ich habe es ver­ges­sen.

Kein Gesicht — ohne Sicht.
Die Dun­kel­heit ist in mir.
Ich füh­le den Raum, die Lee­re
Gross und mäch­tig ist sie
Das Uni­ver­sum ?
Ein Pla­net ?
Eine Schach­tel ?
Ein Atom ?
Noch klei­ner ?
Noch grö­ßer ?
Was ist Grö­ße ?
Nur rela­tiv zu bekann­ten Din­gen.
Und zu unbe­kann­ten ?
Wel­che Form hat die­ser Ort ?
Wie lan­ge geh ich schon in eine Rich­tung.
Bewe­ge ich mich über­haupt ?
Ich habe es ver­ges­sen.

Lang ists her
Oder wars schon immer ?
Kein Zyklus zum mes­sen
Nichts zum beob­ach­ten
Kei­ne Zeit
Nur Raum
Nur Dun­kel­heit umgibt mich
Sind es Tage ?
Wochen,
Jah­re,
Jahr­tau­sen­de oder
Nur Sekun­den die ver­gan­gen sind ?
Ich habe es ver­ges­sen.

Stil­le.
Kein Laut. Ich bin allei­ne.
Exis­tie­re ich ?

Ich habe Angst.
Die Dun­kel­heit, das Alte, das Aller­ers­te
Was vor dem Licht war
Kehr­te zurück.
Oder hier war es nie anders.
Nicht die Dun­kel­heit
nicht der all­ge­gen­wär­ti­ge Schat­ten ists,
Das Mons­ter ist das Ver­ges­sen.
Bin ich tot ?
Lebe ich ?
Wo ist hier der Unter­schied?
Was ist Exis­tenz?
Mich fühlt nie­mand.
Mich sieht nie­mand.
Mich hört nie­mand.
Alle Sin­ne ohne Sinn.
Exis­tie­re ich ?

Ich habe mich ver­ges­sen.

Sven

Sven Wachsmuth wurde 1978 geboren, ist in Emleben bei Gotha aufgewachsen, wohnt seit 2003 in Erfurt. Er experimentiert seit Anfang der 1990er sowohl mit den kreativen Dingen, die man so mit einem Computer anstellen kann als auch mit traditionellen Techniken wie Schreiben, Zeichnen, Fotografie und Modellbau. Inspiration findet er in der Natur und der Geometrie. mehr erfahren

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