Ausstellung ’Verirrtes Licht’ in der Literaturweinstube Apolda

Text von Sid Eisen­gur­rer, www.annakram.de
»Die Lite­ra­tur­wein­stu­be in Apol­da ist schon seit län­ge­rem kein Geheim­tip mehr. Musi­ker und Autoren fin­den hier ein auf­ge­schlos­se­nes und inter­es­sier­tes Publi­kum. Für Maler, Gra­fi­ker und Foto­gra­fen wer­den in den Räum­lich­kei­ten Aus­stel­lungs­mög­lich­kei­ten gebo­ten.
Rai­ner Fischer, Betrei­ber der Lite­ra­tur­wein­stu­be, ver­tritt jedoch die Anschau­ung, dass Kunst nicht nur Ausstellungs‐ bzw. Auf­tritts­stel­len braucht, son­dern stets auch einen Platz, wo sie sich aus­le­ben kann und wo sie mit ihrem Publi­kum in Berüh­rung kommt. Und so tref­fen sich hier regel­mä­ßig Musi­ker zu spon­ta­nen Ses­si­ons. Aber auch die Lite­ra­ten wis­sen die­ses Podi­um zu nut­zen. Neben fes­ten Lese­ter­mi­nen wer­den auch kurz­fris­tig Lesun­gen bekann­ter und weni­ger bekann­ter Autoren durch­ge­führt.

Vom 6. Juli bis zum 15. August 2007 prä­sen­tiert Sven Wachs­muth sei­ne Bil­der­rei­he »Ver­irr­tes Licht« in der Lite­ra­tur­wein­stu­be. Dabei stellt er dem Publi­kum auch sei­ne neu­es­ten Raytracing‐Arbeiten vor.

Obwohl alle sei­ne Arbei­ten letzt­end­lich auf mathe­ma­ti­schen For­meln beru­hen, ver­mit­teln sie kei­nes­wegs den Ein­druck von berech­nen­der Käl­te und Leb­lo­sig­keit. Viel­mehr wir­ken sie, als unter­lä­gen sei­ne Objek­te stän­di­gen Wan­del und per­ma­nen­ter Erneue­rung. Im sich Ein­las­sen auf die ima­gi­nä­re Dyna­mik sei­ner Moti­ve erfährt der Betrach­ter eine Ahnung des Unend­li­chen.

Zur Ver­nis­sa­ge stell­te Michae­la Jacob die­sen Aspekt zu Recht in den Mit­tel­punkt ihrer Lau­da­tio. Zudem lud sie die Zuhö­rer zu einer Gedan­ken­rei­se durch Svens ’Gedan­ken­wel­ten’ ein.
Abge­run­det wur­de der Abend durch ein lyrisch‐musikalisches Pro­gramm von Susan­ne Vero­ni­ka Thie­le (Cel­lo) und Sid Eisen­gur­rer (Tex­te).

PS: Die Atmo­sphä­re in der Lite­ra­tur­weins­stu­be ist bei wei­tem ein­zig­ar­tig, da sind sich die mit­ge­reis­ten Mit­glie­der der ’klein­kunst­brigade’ einig. Mit ein­zig­ar­tig mei­nen wir: Gefäl­lig rus­ti­kal, ein wenig roman­tisch, erfri­schend intel­lek­tu­ell, wohl­tu­end boden­stän­dig, zuträg­lich tole­rant und das alles mit viel, mit sehr viel Herz.«

Sven

Sven Wachsmuth wurde 1978 geboren, ist in Emleben bei Gotha aufgewachsen, wohnt seit 2003 in Erfurt. Er experimentiert seit Anfang der 1990er sowohl mit den kreativen Dingen, die man so mit einem Computer anstellen kann als auch mit traditionellen Techniken wie Schreiben, Zeichnen, Fotografie und Modellbau. Inspiration findet er in der Natur und der Geometrie. mehr erfahren

Schreibe einen Kommentar