Torus‐Verdrehung

Vor etwa einem Jahr modi­fi­zier­te ich den Algo­rith­mus, wel­cher aus einer gege­be­nen Hüll­kur­ve und deren Rota­ti­on um eine Dreh­ach­se mit gege­be­ner Schritt­zahl die Man­tel­net­ze eines resul­tie­ren­den Rota­ti­ons­kör­per aus­spuckt, damit ich aus n glei­chen Strei­fen einen Torus bau­en kann. Auch die­se Modi­fi­ka­ti­on berück­sich­tigt wie der vor­he­ri­ge eine Ver­dre­hung »in sich«.

Als ers­ten Test ent­schied ich mich für 7 Punk­te auf dem klei­nen und auch auf dem gro­ßen Kreis, so dass ins­ge­samt 49 Raum­punk­te ent­ste­hen, und auch 7 Strei­fen. Das Ziel war auch, alle 14 mög­li­chen ganz­zah­li­gen Ver­dre­hun­gen zu bau­en. Nach den ers­ten 2 Objek­ten habe ich das Unter­fan­gen auf­grund ande­rer, wich­ti­ge­rer Din­ge auf Eis gelegt. Erst in den letz­ten 3 Wochen woll­te ich das Pro­jekt fer­tig stel­len. Und das war ganz schön auf­wän­dig — es fehl­ten ja noch 12.

Als alle Papier­strei­fen aus­ge­druckt, gefal­tet und zusam­men­ge­klebt waren, habe ich die ent­stan­de­nen 14 Papier­ob­jek­te nach dem Trock­nen mit schwar­zer Acryl­far­be gestri­chen, um dem Papier — es ist nor­ma­les Dru­cker­pa­pier — zu sta­bi­li­sie­ren. Um die Ver­dre­hung zu beto­nen, habe ich die Kle­be­kan­ten weiß nach­ge­zeich­net. Bei einem aller­dings habe ich mit den Kan­ten »geschum­melt« — das hat das glei­che Netz wie das gera­de Torus.

Das kom­plet­te Set aus 14 Papier‐Tori zie­ren seit­dem die unte­re Ebe­ne mei­nes Glas­tischs im Wohn­zim­mer.

Sven

Sven Wachsmuth wurde 1978 geboren, ist in Emleben bei Gotha aufgewachsen, wohnt seit 2003 in Erfurt. Er experimentiert seit Anfang der 1990er sowohl mit den kreativen Dingen, die man so mit einem Computer anstellen kann als auch mit traditionellen Techniken wie Schreiben, Zeichnen, Fotografie und Modellbau. Inspiration findet er in der Natur und der Geometrie. mehr erfahren

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