Fotoserien

Comicpark im ega‐Park Erfurt

Vom 6. bis 7. Mai fand auf einem Teil des Gelän­des von der Erfur­ter Gar­ten­aus­stel­lung (ega) die ers­te Comic‐Messe statt. Am Sonn­tag war ich mit mei­ner Kame­ra vor Ort.

Ange­lehnt an das umlie­gen­de Ambi­en­te und den Früh­ling, der aller­dings noch nicht so rich­tig mit ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren raus­rü­cken woll­te, stell­ten in 2 Hal­len Ver­la­ge, Künst­ler und Comic­zeich­ner ihre Wer­ke aus — unter ande­rem Oli­via View­eg (Illus­tra­ti­on) und Sarah Buch­holz (Papilio Art). Es gab auch Stän­de, wo man sich por­trai­tie­ren las­sen oder sich am Man­ga­zeich­nen ver­su­chen konn­te. Auch das Retro­nom war mit Retro‐Computerspielen von Anno­da­zu­mal am Start. Das Ori­gi­nal­spiel »Pong« aus den 1980ern im Holz­ge­häu­se war ein ech­ter Hin­gu­cker und funk­tio­nier­te wie an sei­nem ers­ten Tag. Drau­ßen zeig­te sich end­lich die Son­ne. Herr­li­che Blu­men­land­schaf­ten, geschwun­ge­ne Wege, Stän­de, Pavil­lons. Dazwi­schen — ähn­lich exo­tisch schön wie die vor­sich­hin­blü­hen­de Pflan­zen­welt — mäan­der­ten eini­ge Phan­ta­sie­we­sen her­um. Cos­play nennt sich das — je auf­wän­di­ger und je detail­rei­cher und je näher am jewei­li­gen dar­ge­stell­ten Cha­rak­ter, umso bes­ser. Da gehört auch etwas schau­spie­le­ri­sches Talent dazu — voll­kom­men ein­mal jemand ande­res sein. Und wenn da noch einer wie ich daher­kommt mit sei­ner gro­ßen Kame­ra — da haben bei­de was davon.

Drau­ßen gab es auch noch etwas ganz außer­ge­wöhn­li­ches: Den Illu­ma­ten. Das ist ein gro­ßer Kas­ten, gestal­tet wie ein Auto­mat, und so groß, dass 3–4 Leu­te Platz dar­in fin­den. Jedes­mal, wenn ich das Ding sehe, gibts ein klei­nes Ritu­al: Zet­tel neh­men, Spru­ch­i­dee drauf schrei­ben, dann die­sen und etwas Klein­geld in die dafür vor­ge­se­he­nen Öff­nun­gen ein­wer­fen. Als ich etwa eine Stun­de spä­ter noch­mal dran vor­bei lief, kleb­te das fer­ti­ge Bild zusam­men mit mei­nem Spruch am Aus­ga­be­be­reich. Drin­nen sit­zen kei­ne Chi­ne­sen, son­dern Zeich­ne­rin­nen und Zeich­ner, die schein­bar sehr viel Spaß an dem haben, was sie da tun: Zeit­wei­se kann man aus dem Inne­ren ein fröh­li­ches Geläch­ter ver­neh­men. Das Pro­jekt gibt es jetzt schon 10 Jah­re und wird von jeweils aktu­el­len und ehe­ma­li­gen Stu­den­ten der Bauhaus‐Uni Wei­mar mit Leben gefüllt. Ich den­ke, dass sie dabei ihre Illus­tra­ti­ons­skills ordent­lich auf­le­veln kön­nen. Mein Bru­der Dirk ist da schon sehr lan­ge dabei und war auch an dem Tag mit am Start.

Jähr­lich bringt das Team rund um den Illu­ma­ten aus den über das Jahr ent­stan­de­nen Zeich­nun­gen einen nett gestal­te­ten Jahres‐Abreißkalender her­aus. Ich habe mitt­ler­wei­le 4 davon, alle noch ganz unver­sehrt — ich mag die nicht kaputt machen. 😉

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