Toilettenpapierhalter

Ich habe ein sehr klei­nes Bad, wo es wenig mög­li­che Posi­tio­nen für die Toi­let­ten­pa­pier­rol­le gibt, um die­se dem oder der Sit­zen­den ver­ren­kungs­frei zur Ver­fü­gung zu stel­len. Im alten Bad konn­te ich die auf den Spül­kas­ten oder die Wasch­ma­schi­ne stel­len. Ers­te­res ist im neu­en Bad kei­ne Opti­on mehr.

Also habe ich mich im lee­ren Bad auf die Toi­let­te gesetzt und über­legt, wo und wie ich in Zukunft am bes­ten nach Toi­let­ten­pa­pier grei­fen möch­te. Die Wasch­ma­schi­ne wird wie­der einen gewis­sen Platz ein­for­dern, so dass da nur 25–30 cm links und rechts von der Toi­let­te blei­ben. Links von mir kann ich den Toi­let­ten­hal­ter nicht anbrin­gen, da ist die Bade­wan­ne und die Gefahr groß, dass eine gan­ze Rol­le beim Duschen einen Schwall Was­ser abbe­kommt. Ich kenn mich. Auch an der rech­ten Sei­te ist nicht viel Platz bis zur Wasch­ma­schi­ne und ich müss­te mich schon arg ver­dre­hen und ver­ren­ken um bei den her­kömm­li­chen Abroll­hal­tern, die es so gibt, an mein Papier zu kom­men. Abge­se­hen davon müss­te ich boh­ren, das möch­te ich soweit wie es geht ver­mei­den.

Also: Etwas Neu­es muss her. Im Sit­zen prüf­te ich, in wel­cher Lage und Höhe an der Wand rechts von mir es kei­ner Ver­ren­kung bedarf, um an die Rol­le zu kom­men. Ich fand es für mich am bes­ten, wenn sich die Rol­le in Sitz­hö­he rechts an der Wand und leicht nach vorn geneigt befin­det und nach oben als Gan­zes ent­nom­men wer­den kann, also ein­fach auf­ge­steckt ist.

Hier ist also mein Toi­let­ten­pa­pier­hal­ter fürs neue Bad. Nagut, das Design hat wohl auch etwas Zwei­deu­ti­ges, aber eher unbe­ab­sich­tigt — hap­py acci­dent. Dafür ist es sehr platz­spa­rend, somit auch für enge Bäder geeig­net. Er ist so leicht (46 g), dass man ihn ein­fach mit Silikon(kleber) auf eine Flie­se kle­ben kann — rechts oder links von der Toi­let­te. Und schon ist die Toi­let­ten­pa­pier­rol­le schnell griff­be­reit.

 

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Sven

Sven Wachsmuth wurde 1978 geboren, ist in Emleben bei Gotha aufgewachsen, wohnt seit 2003 in Erfurt. Er experimentiert seit Anfang der 1990er sowohl mit den kreativen Dingen, die man so mit einem Computer anstellen kann als auch mit traditionellen Techniken wie Schreiben, Zeichnen, Fotografie und Modellbau. Inspiration findet er in der Natur und der Geometrie. mehr erfahren

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