Gedichte

Wetterleuchten

Ein lauschiger Sommerabend
Die Temperatur noch höher als die Stunde schlägt
Golden die Strahlen der untergehenden Sonne
Im Hirschgarten spielende Kinder
Die Wiese voller Menschen
Langsam schiebt sich ein Wolkendeckel
Sonnenstrahlen werden weich, versuchen sich
hier und da an der dunklen Front vorbeizumogeln

Bäume beginnen sich im aufkommenden Wind zu wiegen
Eine Böe wirft leere Pappbecher um
Und einen halbvollen – meinen.

Gedämpftes Licht lässt Schatten verschwimmen:
Wolken, Schatten, Flimmern, Flackern, Bäume wehen, Decken fliegen

Wetterleuchten

Donnerschlag!

Kinder schreien

Regen

28.08.2020, geschrieben und vorgetragen zur Veranstaltung „Smoothie Jam : Wetterleuchten” in der Barfüßerruine Erfurt

Magnolien

Magno­li­en
Am Rand
Groß und schön
Duf­ten­der Früh­ling
Atme tief ein
Leuch­ten­de Far­ben
Erzeu­gen Glücks­ge­füh­le
Nicht nur im Bauch –
Auch im Gesicht.

19.04.2018

Ofen­rohr

Ofen­rohr
innen schwarz
gebo­gen, gefalzt, gerif­felt
strebt dem Schlo­te ent­ge­gen
Ruß­kur­ve

11.03.2017

Du bist unend­lich

Du bist unend­lich:
Ein Schweif
so lang wie eine Nacht
geballt im Stru­del
schnell wie Licht
tau­sen­de Ton­nen schwer
trennt dich Träg­heit vom Begehr.

Ein­zig die Kraft des Geis­tes
zeigt dir vage dein Ziel.
Glei­ßend ist das Feu­er­werk
im Stru­del schnell die Mög­lich­keit
du bist der Zukunft zuge­kehrt

Ein­zig in der Wel­le Form
hat das Jetzt einen Augen­blick
dir ein Uni­ver­sum auf­zu­tun
wo du ein Wesen bist aus Zeit
um das zu sehen, was für dich bleibt.

Du bist unend­lich.

03.07.2016

Katzen-ABC

Albin­okat­ze
Bern­stein­kat­ze
Chill­kat­ze
Dreibein­kat­ze

Edel­kat­ze
Feu­er­kat­ze
Groß­kat­ze
Haus­kat­ze

irre Kat­ze
Jagd­kat­ze
Klos­ter­kat­ze
Lau­er­kat­ze

Mauerkatze
Naschkatze
Ofenkatze
Polterkatze

Quas­sel­kat­ze
Renn­kat­ze
Schlem­mer­kat­ze
Tanz­kat­ze

Ulk­kat­ze
Veggie-Katze
Wald­kat­ze
Xeno­kat­ze

Yogakatze
Zwergkatze

25.07.2015

Mate­rie

Mate­rie
fes­tes Licht
auf kleins­tem Raum
Ener­gie gefan­gen im Wir­bel
Träg­heit

27.07.2015

Zucker­mund

Zucker­mund
grü­ne Augen
Frucht­eis bei Napo­li
Sie genießt die Deko­kir­schen
heiß

27.07.2015

Unsicht­bar

Unsicht­bar
lei­se tas­tend
Schrit­te mit Bedacht
da gnarz­te der Boden
Schreck­se­kun­de

27.07.2015

Sin­gu­la­ri­tät

Sin­gu­la­ri­tät
unend­lich kom­pakt
Son­nen umkrei­sen sie
wie Mot­ten die Ker­ze
Schwer­punkt

27.07.2015

Kaf­fee

Kaf­fee
kolum­bia­ni­sche Boh­nen
gerös­tet und gemah­len
über Hose und Hemd –
Ver­schwen­dung

22.07.2015

Ehr­geiz!

Ehr­geiz!
Gib alles!
Du schaffst das!
Du hast die Kraft!
Super!

22.07.2015

Tem­po­rär

Tem­po­rär
zeit­lich begrenzt
auf Erden wan­deln
nur die Spu­ren blei­ben
Bezie­hungs­filz

22.07.2015

Bier­fla­sche

Bier­fla­sche
am Boden
da liegt sie
Scher­ben im eige­nen Saft
Schütt­run­de

22.07.2015

Tablet

Tablet
flachs­tes Design
wie dickes Papier
Post­bo­te hat’s zwei­mal gefal­tet –
Kaputt

22.07.2015

Lei­se

Lei­se
sie schläft
weckt sie nicht
sonst mault sie wie­der
Pss­s­s­s­sst

22.07.2015

Nichts

Nichts
alles weg
nicht mal Luft
weder Mate­rie noch Ener­gie
Oumm­m­m­m­m­m­m­mm…

22.07.2015

Schmet­ter­lin­ge

Schmet­ter­lin­ge
umein­an­der tan­zend
mit unsicht­ba­rem Band
über Wie­sen und Bäche
Ver­liebt­sein

22.07.2015

Idee

Idee
leuch­ten­der Gedan­ke
mit einem Wolf­ram­fa­den
ver­brei­tet ein ver­bo­te­nes Licht
Her­zens­wär­me

22.07.2015

Rückenwind

Rücken­wind
ganz geschwind
sur­ren die Peda­le
doch mit einem Male
Rad-Helm-Ast-Geschepper

22.07.2015

Radeln

Radeln
im Grü­nen
den Berg hin­auf
und auch wie­der run­ter
Huiiiiiiiiiiii!

22.07.2015

Wiesenfarben

Wie­sen­far­ben
meist grün
da­zu gel­be Kleck­se
auch blaue und ro­te
Far­ben­me­lo­die

22.07.2015

Religion

Reli­gi­on
das Wort
DU mus­st glau­ben
oh­ne Dich geht’s nicht
Erlö­sung

22.07.2015

Worte

Wor­te
elf Freun­de
ver­bun­den mit Bedacht
we­ben flugs ein Bild
Elf­chen

22.07.2015

Nachbarin

Nach­ba­rin
hüb­sch an­zu­se­hen
mit lo­cki­gem Haar
ist lei­der nicht al­lein
Mist

22.07.2015

Überkopf

Über­kopf
Unter mir
zie­hen die Wol­ken vor­bei
und oben klaf­fen­der Boden
Schwe­re­los

22.07.2015

Dutzend

Dut­zend
dop­pelt sechs
drei mal vier
al­le mit ge­mein­sa­mer Mit­te
Kuss­zahl

22.07.2015

Gewitter

Gewit­ter
ein Blitz
und ein Don­ner­schlag
Gesprä­che ver­stum­men, Glas split­tert
Atem­los

22.07.2015

Zugfahrt

Zug­fahrt
Rat­tam rat­tam
Wäl­der und Städ­te
hu­schen am Fens­ter vor­bei
Aus­sichts­stak­ka­to

22.07.2015

Ende

Ende
stimm­lo­ser Schrei
nicht fer­tig ge­lebt
Schat­ten wei­chen grel­lem Licht
Neu­be­ginn

22.07.2015

Sommer

Som­mer
sechs­und­drei­ßig Grad
mein gro­ßes Vanil­le­eis
fällt der Gra­vi­ta­ti­on an­heim
Saue­rei!

22.07.2015

Masten

Mas­ten
wer­fen Schat­ten
auf dem Acker
Elek­tro­nen sur­ren im Wind
Bzzzzzzzzzz…

22.07.2015

Paradies

Per­sön­li­che Nähe
Auf einer Wie­se
Regen­bo­gen am Hori­zont
Augen­blick in Ver­bun­den­heit
Die Zeit steht still
Im Bewusst­sein
Eines ewi­gen Moments
Sind wir Eins.

15.09.2014

Es war einmal

Es war ein­mal
Ein süßes Haus,
Das sah wie eine Ecke aus.
Am schma­len Ende recht beschei­den,
Hat­te aber lan­ge Sei­ten,
Die führ­ten bis ans Was­ser ran –
Das zog so man­che Ente an.

Es war ein­mal
Ein Haus voll Kunst.
Im Hof gab es auch Tabak­dunst.
Aufs schö­ne Gelän­der ganz aus Holz
Und die Räu­me oben war man stolz.
Dort stell­ten vie­le Künst­ler aus
Oft gab es hier­für auch Applaus.

Es war ein­mal
Viel Live­mu­sik,
Kino wie auch manch’ Büh­nen­stück
Dazu Kaf­fee, Wein und Salz­stan­gen
Das hielt die Leut’ schon gefan­gen
Manch’ fei­nes Schrumm­fi­de­bumm
Fand hier auch sein Publi­kum.

Es war ein­mal
Ein Platz am Fluss
Da saß man gut bis ganz zum Schluss
Im Ker­zen­licht direkt am Was­ser
Das tat auch gern mal der Ver­fas­ser.
Die Gera bot auch viel dem Bli­cke:
Enten, Bäu­me, Schlös­ser­brü­cke.

Es war ein­mal
Ein Haus mit Ton­ne
Im kal­ten Herbst ’ne wah­re Won­ne.
Die Gäs­te um die Feu­er­stel­le
Ver­weil­ten lang an die­ser Quel­le.
Die „Fiat Lux” hat sie gehei­ßen,
Knis­ternd, lodernd und aus Eisen.

Bis Hal­lo­ween gab’s die­ses Haus,
Danach muss­te dort schnell alles raus.
Nun fehl­te was in uns’­rer Stadt,
Was Frei­heit, Kunst, Musik auch hat.

Es war ein­mal
Ein gro­ßes ABER –
Nie­mand wuss­te was, trotz viel Gela­ber.
Lan­ge fand man nichts der­glei­chen –
Tage, Wochen und Monat’ wei­chen,
Bis doch ein neu­er Start gelang:
Im „Spei­cher” bei Kunst, Ker­zen und Gesang.

25.01.2014

Unser Schicksal

Alle Ereig­nis­se beschrei­ben einen Kreis,
Der Anfang ist das Ende
Das Ende ein Neu­be­ginn
Im ewi­gen Kreis­lauf der Zeit
Blei­ben wir gefan­gen bis in alle Ewig­keit.

Wel­ten wer­den gebo­ren und zer­stört,
Alles was war wird wie­der sein:
Das Ver­gan­ge­ne zeigt die Rich­tung,
Das Jetzt ist der Weg,
Die Zukunft uns ein Spie­gel.

23.11.2002

Die Taube

Bin heu­te auf­ge­stan­den kurz vor zehn
da hab ich ‘ne Tau­be am Fens­ter gesehn
Sie fliegt davor und hält sich fest
sagt wohl »Geh’ end­lich raus aus dem Nest…«

Wär’s Fens­ter noch offen gewe­sen
hätt ich’se wohl scheu­chen müs­sen
So flat­ter­te sie und schau­te mich an
Dann kam eine ande­re — weg war sie dann.

06.10.2002

Bewusst Sein

Dun­kel­heit umgibt mich
Ich höre Stim­men
sie sind nah
nie­mand da
Alles dun­kel
ohne Licht
Ein Geräusch
bin ich das ?

Was für ein Ort
Es ist Dun­kel
Schwarz.
Der Anfang.
Oder das Ende ?
Wo fängt sie an
Wo hört sie auf ?
Ich sehe kein Ende.
Wo bin ich?
Wer bin ich ?
Ich habe es ver­ges­sen.

Kein Gesicht — ohne Sicht.
Die Dun­kel­heit ist in mir.
Ich füh­le den Raum, die Lee­re
Gross und mäch­tig ist sie
Das Uni­ver­sum ?
Ein Pla­net ?
Eine Schach­tel ?
Ein Atom ?
Noch klei­ner ?
Noch grö­ßer ?
Was ist Grö­ße ?
Nur rela­tiv zu bekann­ten Din­gen.
Und zu unbe­kann­ten ?
Wel­che Form hat die­ser Ort ?
Wie lan­ge geh ich schon in eine Rich­tung.
Bewe­ge ich mich über­haupt ?
Ich habe es ver­ges­sen.

Lang ists her
Oder wars schon immer ?
Kein Zyklus zum mes­sen
Nichts zum beob­ach­ten
Kei­ne Zeit
Nur Raum
Nur Dun­kel­heit umgibt mich
Sind es Tage ?
Wochen,
Jah­re,
Jahr­tau­sen­de oder
Nur Sekun­den die ver­gan­gen sind ?
Ich habe es ver­ges­sen.

Stil­le.
Kein Laut. Ich bin allei­ne.
Exis­tie­re ich ?

Ich habe Angst.
Die Dun­kel­heit, das Alte, das Aller­ers­te
Was vor dem Licht war
Kehr­te zurück.
Oder hier war es nie anders.
Nicht die Dun­kel­heit
nicht der all­ge­gen­wär­ti­ge Schat­ten ists,
Das Mons­ter ist das Ver­ges­sen.
Bin ich tot ?
Lebe ich ?
Wo ist hier der Unter­schied?
Was ist Exis­tenz?
Mich fühlt nie­mand.
Mich sieht nie­mand.
Mich hört nie­mand.
Alle Sin­ne ohne Sinn.
Exis­tie­re ich ?

Ich habe mich ver­ges­sen.

04.09.2001

Verlorene Zeit

Ein Tag wie die­ser –
der ers­te mei­ner Zukunft,
Ein Tag wie die­ser –
auch der Letz­te könnt’ er sein.

Zeit mes­sen wir in Sekun­den
Jede schlägt auch ihre Wun­den
Noch heu­te mögen wir uns laben
an die­ser Welt schö­ner Gaben
Ver­gan­gen­heit bleibt in Bil­dern
wird im Kopf die Sehn­sucht mil­dern

Des Lebens schöns­te Zeit
wird gefolgt von Trau­rig­keit
Nach einer Wei­le merkt man dann
dass man vie­les nicht mehr machen kann.
Ver­pass­te Chan­cen wer­den schwe­rer
denn ver­lo­re­ne Zeit ist uns ein Leh­rer.

04.06.2001

Blut

Es ist der Ursprung mei­ner Kraft,
Mei­nes Lebens süßer Saft,
Der schnell durch mei­ne Adern fließt,
Offe­ne Wun­den schnell ver­schließt,
Sich bewe­gungs­los erhär­tet,
Was das Leben auch gefähr­det.

Was für mei­nen Leib das Blut,
Das tust Du mei­ner See­le gut.
Dei­ne Lie­be gibt mir Kraft
Genau­so wie mein Lebens­saft.

15.05.2001

Sonnenlicht

Glei­ßend hell im Son­nen­licht
Sehe ich Dein Ant­litz nicht
Ges­tern warst Du noch bei mir,
Doch jetzt bin nur allein ich hier.

Die Son­ne wird gleich unter­ge­hen
– ach könn­test Du sie noch­mal sehn
Ich möch­te an Dei­ner Sei­te sein
Und mei­ne Hand auf Dei­nem Bein.

Eine wei­che Bri­se bewegt mein Haar
ich kann es füh­len — doch wie son­der­bar
mein­te ich spür­te Dei­ne Hand –
doch mich umgibt nur wei­tes Land

Ich wünsch­te Du könn­test noch­mal sehen
Wie auf uns zu die Wel­len gehen
Wäh­rend wir uns zärt­lich küs­sen –
Ach wie werd’ ich das ver­mis­sen !

Es blei­ben Erin­ne­run­gen an die Lust
Und auch an den letz­ten Kuss.
Dei­ne Stim­me und Dein Lachen,
Wür­den mir jetzt Freu­de machen.

Glei­ßend hell im Son­nen­licht
Sehe ich Dein Ant­litz nicht
Ges­tern warst Du noch bei mir,
Doch jetzt bin nur allein ich hier.

03.04.2001

Abschied

Nie wie­der…
wer­de ich Dich berüh­ren,
dei­nen Atem spü­ren,
Dich zart umfas­sen,
Mit Dir gemein­sa­me Wege gehen,
Dich herz­haft lachen sehen,
Die Lee­re in mei­nem Her­zen
Ist nur noch erfüllt mit Schmer­zen.

Der Gedan­ke
In jedem Augen­blick –
Ist Du wärst bei mir,
Kommst zurück.
Doch, mein Schatz, es kann nicht sein
Liegst doch vor mir im hölz’nern Schrein.

02.06.2000

Weg ins Licht

Du Licht im Dun­kel,
Lodernd fein,
Ziehst Du in mein Her­zen ein,
Das wah­re Licht
Oh welch Glück –
Ich ste­he in Dei­nem Bann
Möch­te nicht zurück,
So dass ich nur noch näher kom­men kann,
Denn Du ziehst mich magisch an !

Dei­ne Wär­me umgibt mich zart,
Auf wun­der­ba­re Art,
Strei­chelst Du mich,
Um zu erhö­hen mei­ne Fahrt,
Wel­che zu Dei­nem Glan­ze führt,
So dass ich nur noch näher kom­men kann,
Denn Du ziehst mich magisch an !

Du berührst mich,
Ich wer­de schwach,
Mei­ne Flü­gel bren­nen,
Ich bewe­ge mich mit Weh und Ach
Möch­te noch Dein Quell’ erken­nen
Komm lass’ mich doch noch näher ’ran,
Denn Du ziehst mich doch so magisch an !

Dei­ne Wär­me eröff­net mir
Zu Dei­ner See­le eine Tür,
So ver­las­se ich mei­ne Dun­kel­heit,
Gehe ein in Dei­ne Herr­lich­keit,
Mein Kör­per ab hier nicht wei­ter gehen kann,
Doch mei­nen Geist ziehst nur Du in dei­nen Bann!

20.05.2000

Wie Schatten

Sie sind wie Schat­ten an den Wän­den
Ohne Gesicht mit stil­len Hän­den
Hören sie doch jedes Wort
Grei­fen ein mal hier mal dort

Tau­schen mal Regie­run­gen aus
Schlep­pen Leut’ dem Lan­de raus
Dür­fen alles — haben viel Geld
Nen­nen sich das Gute in der Welt

Schwei­gen muss er die­ser Tor
Hal­ten ihm vors Gesicht das Rohr
Wol­len ihn zum Schwei­gen brin­gen
Mit Fol­ter wird es wohl gelin­gen

Kei­ner kennt den ande­ren dort
Ver­stän­di­gen sich schwei­gend, hal­ten Wort
Her­vor­ge­gan­gen aus dem kal­ten Krie­ge
Fei­ern sie noch heu­te ihre Sie­ge

Sie sind die Unsicht­ba­ren der Natio­nen
Laut­los beein­flus­sen sie Mil­lio­nen
Gehei­me Akten, pssst — gehei­mes Geld
Sie sind die wah­ren Herr­scher in der Welt

Schwei­gen muss er die­ser Tor
Hal­ten ihm vors Gesicht das Rohr
Wol­len ihn zum Schwei­gen brin­gen
Mit Fol­ter wird es wohl gelin­gen

Welt­weit zie­hen sie ihre Krei­se
Schi­cken Dik­ta­to­ren auf die Rei­se
Und zwar die ohne Wie­der­kehr
Als Geheim­dienst­ler ist das nicht schwer

Sie wis­sen mit des Wis­sens List
Dass Schwei­gen drü­ber Macht auch ist
So kön­nen sie auch Ver­bot­nes tun
Solan­ge sie dar­über Ruhn

Schwei­gen muss er die­ser Tor
Hal­ten ihm vors Gesicht das Rohr
Wol­len ihn zum Schwei­gen brin­gen
Mit Fol­ter wird es wohl gelin­gen

Der gehei­men Diens­te alte Jün­ger
Sind des neu­en Krie­ges guter Dün­ger
In gro­ßen Städ­ten zei­gen sie dann
Was man von den Diens­ten ler­nen kann
So bau­en sie Bom­ben in die Gas­sen
Weil sie all die Men­schen has­sen

03.05.2000